Weshalb Magazine zu Souvenirs werden und was Autos mit Mode verbindet – Creative Director Jefferson Hack im Interview:
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Müsste man Fotografin Alex Prager mit einem Wort beschreiben, dann wäre das wohl: unabhängig. Der 1979 in Los Angeles geborene Freigeist hat sich noch nie viel aus Konventionen gemacht.

Diese Lebenseinstellung ist vielleicht Pragers nomadenhafter Kindheit zu verschulden: Sie wuchs bei ihrer Großmutter auf, brach nach der achten Klasse die Schule ab und lebte abwechselnd in Kalifornien, Florida und der Schweiz. Den Grundstein für Alex Pragers Fotografiekarriere legte der Besuch einer Ausstellung von William Eggleston: Voller Begeisterung kaufte sie sich kurze Zeit später ihre erste eigene Kameraausrüstung. Statt jedoch ihre neue Leidenschaft auf einer Kunstschule zu erlernen, zog die Amerikanerin es vor, sich selbst die Grundlagen der Fotografie beizubringen – mit Erfolg. Denn neben Publikationen für das New York Magazine, Dazed and Confused oder i-D stellt Prager bereits seit 2005 ihre eigenen Arbeiten in Galerien aus, seit 2008 auch international.

Beim Bildmotiv für das internationale Mode-Engagement Herbst/Winter 2012 von Mercedes-Benz, das unter dem Motto „Icons of Style“ steht, ließ sich Alex Prager von ihren persönlichen Stilikonen inspirieren: elegante, dramatische Charaktere aus Filmen der Regielegenden Fellini und Hitchcock. Wie die meisten ihrer Aufnahmen gestaltete sie auch diese im Cinemascope-Stil, der Bilder besonders breit und wie Filmszenen wirken lässt. Bei der Umsetzung des Motivs wurden Alex Prager sämtliche Freiheiten überlassen – wer würde die Freidenkerin auch zügeln wollen, solange sie solch faszinierende Werke hervorbringt?

Starfotografin Alex Prager

Sieht selbst aus wie ein Filmstar: Fotografietalent Alex Prager